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Wieder eine Horum-Regatta
mit viel Wind und Welle
Segelkameradschaft Horumersiel musste zur Jubiläumswettfahrt viele Absagen kassieren
Horumersiel. Die 40. Horum-Regatta ordnete sich ein in die Reihe der Wettfahrten, die unter nicht einfachen Bedingungen
ausgetragen wurden. So herrschte bei der Jubiläumsauflage dieser seit 1970 alljährlich stattfindenden Segelsportveranstaltung starker Wind aus nordwestwestlicher Richtung, der Schiffen und
Mannschaften einiges abverlangte. Abgesehen vom Ruderbruch der „Lucy & Co.“ blieb es bei kleineren Materialschäden. Sie wurde vom Sicherungsboot „Baltrum“ der DGzRS nach Hooksiel geschleppt.
Zwar hatten sich zunächst über 70 Boote angemeldet, aber aufgrund des starken Windes
konnten vor allem kleinere Boote und Jollenkreuzer nicht am Vorabend nach Horumersiel anreisen. Andere Skipper entschieden aufgrund der Wetterlage kurzfristig, auf eine Teilnahme
zu verzichten. Dennoch gingen 39 Yachten in acht Klassen an den Start. Die Wettfahrtleitung mit Bolko Bienert, Alfred Janssen und Werner Ströher hatte sich auf dem Startboot „Gesine“
eingerichtet und gab morgens um 7.10 Uhr den ersten Startschuss. Bis nach Minsener Oog blieb das Feld noch relativ dicht beisammen. Ab Buhne A musste gegen den Nordwestwind der
Stärke 6 gekreuzt werden. Der ablaufende Ebbstrom sorgte zudem für eine recht ruppige See. Vor Wangerooge driftete das Feld weiter auseinander, denn es galt, mit Gezeitenstrom und
gegen den Wind rund sechs Meilen nach West gut zu machen: Bis zur Harle-Ansteuerungstonne, der Wendemarke. Dort teilte sich das Regattafeld, die Boote der
Bahn B konnten bereits die Rücktour antreten, während die Schiffe auf der rund 30 Seemeilen langen Bahn A noch einen Schlag nach Norden machen mussten, zur Jadetonne 5, um von
dort aus wieder heimwärts zu fahren. Auf dem Rücktörn konnten dann die bunten Spinnaker gezogen werden, was bei dem starken Seegang nicht einfach war.
Im Laufe der Wettfahrt ging der Wind auf fünf Windstärken zurück und mit dem Kentern des
Stroms wurde die See auch glatter. „First ship home“ war auf der großen Bahn „Passionata“ nach 4.53:33 Stunden und auf Bahn B „Knutt“ (4:36:48) sowie „Indra“ auf Bahn C (2:39:21)
. Bei dem Mehrrümpfern hatte „Dreebeen“ die Nase vorn: 3:08:44 Stunden. Als letztes Schiff kam „True Love“ ins Ziel. Skipper Rainer Eggers (Yachtclub Wangerland) hatte unterwegs mit einem Wassereinbruch zu kämpfen.
So hieß es nach dem Einlaufen zunächst Wunden lecken und sich stärken. Zur
Jubiläumsregatta spendierte ein führender Yachtversicherer aus Hamburg ein „Stegbier“ am Hafen.
Groß war die Zahl der Aktiven und Zuschauer dann abends bei der Siegerehrung im Festzelt
am Speicherpolder, die SKHS-Vorsitzender Weert Siuts und Regattawart Tanno Kruse vornahmen. Siuts dankte allen, die sich dieser sportlichen und seemännischen
Herausforderung gestellt hatten, zeigte aber auch Verständnis für jene, die entschieden hatten, im Hafen zu bleiben. Die Mellumbake für das erfolgreichste Vereinsteam ging erneut
an den Wilhelmshavener Segelclub. Der Verein mit den meisten Teilnehmern war ebenfalls der WSC; dafür gab es das Jaderelief.
Sieger wurden: „Passionata“, Wolfgang Hagemüller, WSC; „Emma“, Hans Kruse, WSV
Hooksiel; „Diana“ Hermann Siuts, SKHS; „Tschaika“, Theo Kruse, SKHS; „Puschen“, Jürgen Koopmann, WSC; „Oranje“, Timo Nüßmann, WSC; „Dreebeen“, Henning Gerken, SKHS; und
„Indra“, Manfred Popken, SKHS. Einen den „Pantenius“-Sonderpreis erhielte Rainer Eggers. Für 40 Jahre Teilnahme an der Horum-Regatta wurde Gustav Mammen geehrt: Seine
„Likedeeeler“ hat alle 40 Wettfahrten mitgemacht, mit ein und demselben Skipper am Ruder. Die nächste Horum-Regatta startet am 5. Juni 2010. Bericht: Theo Kruse
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