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Seenotretter: Reichlich Arbeit auf See und eine Geburt an Bord „Bootschafter“ 2008 Thomas Schaaf:
„Mannschaftsgeist imponiert mir!“
923 Menschen sind im vergangenen Jahr von den Besatzungen der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) bei 2090
Einsatzfahrten in Nord- und Ostsee aus Seenot gerettet und aus drohenden Gefahrensituationen befreit worden. Glücklicherweise kam es in dem arbeitsreichen Jahr 2007 nicht zu größeren spektakulären Seenotfällen.
Als hocherfreuliches Ereignis für alle Beteiligten stellte sich die Geburt eines gesunden Jungen an Bord des Seenotkreuzers ALFRIED KRUPP am
4. Dezember dar.
Neuer „Bootschafter“ der Seenotretter ist Thomas Schaaf, der Cheftrainer von Werder Bremen, dem aktuellen Tabellenzweiten der Bundesliga und
Deutschlands „sympathischstem Fußballverein“ - so eine Umfrage.
Thomas Schaaf über die Seenotretter: „Es ist toll, was diese Männer leisten. Besonders hat mich beeindruckt, welche Verantwortung sie
übernehmen. Welchen Mut sie zeigen, wie sie sich gegenseitig helfen, wenn sie bei schlechtestem Wetter raus müssen, um für die Menschen da draußen in Seenot da zu sein, die oft nur noch die eine Hoffnung haben, dass
jetzt jemand kommt und Hilfe bringt." Der „Mannschaftsgeist" imponiere ihm: „An Bord kann sich der eine zu hundert Prozent auf den anderen verlassen. Da herrscht Vertrauen durch und durch." Thomas
Schaaf weiter: „Es ist für mich bewundernswert, wie diese Männer ihr Arbeitsgerät beherrschen. Als wir einmal mit ihnen draußen waren, haben wir oft nur meterhohe Wellen oder den Himmel gesehen, und die Seenotretter
sind da durch, ohne Furcht, aber mit dem nötigen Respekt vor der Natur."
Als „Bootschafter" wolle er „wann immer sich die Gelegenheit bietet, für diese gute Sache voll und ganz eintreten und viele Menschen
dafür begeistern, die Arbeit der DGzRS nachhaltig zu fördern.“
Die Einheiten der Rettungsflotte haben im Jahr 2007 insgesamt 2090 Einsatzfahrten (Vorjahr:2001) durchgeführt. Dabei wurden
· 124 Menschen aus Seenot gerettet und · 799 Personen aus drohenden Gefahrensituationen befreit, · 595 erkrankte oder verletzte Personen von Seeschiffen, Inseln oder Halligen zum Festland transportiert,
· 56 Schiffe und Boote vor dem Totalverlust bewahrt, · 858 Hilfeleistungen für Wasserfahrzeuge aller Art erbracht sowie · 440 Einsatzanläufe und Sicherungsfahrten absolviert. · Darüber hinaus ist die
SEENOTLEITUNG BREMEN (Maritime Rescue Co-ordination Centre = MRCC BREMEN) in 208 (Vorjahr 215) Fällen international im Interesse der deutschen Schifffahrt unterstützend oder initiativ tätig gewesen.
· Einschließlich aller Such- und Rettungsaktionen sowie Kontrollfahrten haben allein die 20 Seenotkreuzer (die 41 Seenotrettungsboote nicht
mitgerechnet) im vergangenen Jahr 75.016 Seemeilen (ca.138.930 Kilometer) in Nord- und Ostsee zurückgelegt.
Seit ihrer Gründung im Mai 1865 hat die DGzRS 74.410 Menschen vor dem nassen Tod bewahrt.
Zwei neue Seenotkreuzer Im Zuge der
Modernisierung der Rettungsflotte entstehen auf der Fassmer-Werft in Berne/Motzen an der Unterweser derzeit zwei neue Seenotkreuzer-Typen. Die kompakten Schiffe messen 20 Meter Länge. Der erste Neubau wird zum
Herbst getauft und in Dienst gestellt. Traditionell werden beide Schiffe ausschließlich durch Spenden von Förderern des Seenotrettungswerks finanziert.
Spenden-Siegel für Seenotretter Zum
Jahreswechsel ist die DGzRS erneut mit dem Spenden-Siegel ausgezeichnet worden. Das Siegel als „Zeichen für Vertrauen“ wird seit 1993 vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) in Berlin vergeben. Ein
moderner Rettungsdienst, professionell geschultes Personal sowie eine wirkungsvolle und nach internationalen Forderungen ausgerichtete Organisation bieten die Gewähr, dass die dem Seenotrettungswerk zur Verfügung
gestellten Spenden sinnvoll eingesetzt werden.
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