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Die Horumersieler Segelyacht
„Tschaika“ setzte sich beim Skagen-Rennen gegen sieben Konkurrenten durch.
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Horumersieler Boot gewinnt Skagen-Rennen
Horumersiel. Die Yacht „Tschaika“ von der Segelkameradschaft Horumersiel hat das Skagen-Rennen gewonnen. Nach
viereinhalb Tagen auf See passierte die Crew um Steuermann Tanno Kruse am Sonnabendfrüh kurz vor halb Vier das Ziel am Leuchtturm Kiel.
Die Wettfahrt „Rund Skagen“ im Rahmen der Nordseewoche ist die längste deutsche Hochseeregatta und führt von Helgoland um
die Nordspitze Jütlands herum bis in die Kieler Förde. Stabiler Hochdruck bescherte in diesem Jahr den Mannschaften der 65 gestarteten Yachten wenig Wind und viel Sonne. Der Startschuss zu der über 500
Seemeilen (928 Kilometer) langen Wettfahrt war am Pfingstmontag auf Helgoland gefallen. Bei nördlichen Winden mussten die Boote bis zur Untiefentonne vom „Horns Rev“ (westlich
Esbjerg) kreuzen. Hoch am Wind lief das Feld dann an der dänischen Westküste entlang etwa Thyboroen. In der Jammerbucht angekommen, drehte der Wind schließlich und
unter Spinnaker rauschte die „Tschaika“ 13 Stunden lang mit höchster Fahrt auf die Wendemarke zu - die Tonnen Skagen Rev Nord. „Das lief wie Schmitz’ Katze“, so Tanno Kruse.
In der Ostsee drehte der Wind – immer wieder unterbrochen von bis zu zwölfstündigen
Flauten und Schwachwindzeiten – auf den nordöstlichen Quadranten, so dass die Große-Belt-Brücke unter Spinnaker passiert wurde. Unter Langeland „parkten“ einige
Yachten nochmals für Stunden ein. Als erstes Boot ging die 26 Meter lange „Calypso“ vom Kieler Yacht-Club am Donnerstag nach drei Tagen, 2:43:32 Stunden durchs Ziel. Das Ziel der
„SEB 1 Jever“, den acht Jahre alten Rekord der „Uca“ mit 43 Stunden Segelzeit unterbieten, gelang nicht. Die Volvo 60 Yacht mit ihren Segeln aus Rostock hätte deutlich mehr Wind benötigt.
Wie immer, wenn Yachten unterschiedlicher Bauart und Größe gegeneinander segeln, so sind
die Ersten im Ziel nicht zwangsläufig die Sieger der Regatta. Die mit dem jeweiligen Handicap-Faktor des Schiffes verrechneten Zielzeiten zeigen erst die so genannten „berechneten Zeiten“ und die wahren Gewinner.
In der Klasse ORC-Club 3+4 siegte die „Tschaika“ mit 4 Tagen 11:56:39 Stunden gesegelte
Zeit. Das neun Meter lange Boot aus Horumersiel war eines der kleinsten und auch das einzige aus dem Jaderevier, das an dieser anspruchsvollen Wettfahrt teilgenommen hatte.
Zur Crew zählten neben Steuermann Tanno Kruse noch Christian Fahl und Dirk Hinrichs von der Segelkameradschaft sowie Helge van Freeden (SK Juist). Text u. Foto: Theo Kruse
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