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Der im vergangenen Sommer neu eröffnete Sportboothafen auf Juist trägt ganz erheblich zur Attraktivitätssteigerung des Reviers
um die Ostfriesischen Inseln
Ems für den Wassersport verloren?
Seglerverband sorgt sich um die Zukunft des Reviers
Aurich. Der Regionalverband Segeln Weser-Ems mit seinen 69 Mitgliedsvereinen sorgt sich um die Zukunft des
Wassersportreviers an der Ems. Die zunehmende Verschlickung, stärkere Strömung und Folgen der Vertiefung für Kreuzfahrtschiffe beeinträchtigen den Segelsport immer mehr. Das wurde auf dem Seglertag im
„Ostfrieslandhaus“ in Aurich herausgestrichen.
Die Reviervertreter Hermann Ewen (Rhauderfehn), Heinz Stolle (Norderney) und der Vorsitzender des SV „Luv up“ Jemgum, Wilfried
Heikens, zeichneten ein düsteres Zukunftsbild: „Immer mehr Wassersportler wandern ab nach Holland, die Vereine vergreisen und die Klubanlagen können nicht mehr bezahlt werden“, warnte Ewen. Er wies darauf hin, dass
sich im „Arbeitskreis Ems“ rund 29.000 Wassersportler mit fast 2400 Booten zusammengeschlossen hätten, damit die Interessen des Wasserports bei geplanten und angedachten Maßnahmen zur Verbesserung der Situation an
der Ems berücksichtigt werden.
Die Ems-Problematik war denn auch den einzige Negativ-Punkt des Seglertages, wenngleich Verschlickung und Uferabbrüche auch an
Weser und Jade den Seglern Sorgenfalten auf die Stirn treiben. Einmütig wurde der Vorstand mit Jonny Janssen (Wilhelmshaven) als 1. Vorsitzender, Peter Nottelmann (Nordenham) als Stellvertreter, Schriftführer Hans
Hüser (Leer), Kassenwartin Gabi Meyer (Bensersiel), Frauenwartin Ortrud Müller (Elsfleth) und Sportwart Peter Buchmann (Elsfleth) bestätigt.
Im Jaderevier hat sich jetzt eine Segelabteilung für Behinderte gebildet. Das ist Spätfolge eines Trainings der
Paralympics-Teilnehmer vor Wilhelmshaven im letzten Sommer. Nicht zuletzt aufgrund der guten Vorbereitung im Tidenstrom gewann das „Sonar“-Team um Steuermann Jens Kroker in Qingdao im letzten September die
Goldmedaille. Im kommenden August finden in Wilhelmshaven die Internationalen Deutschen Meisterschaften für Behinderte statt.
„Nebenbei“ organisiert der Regionalverband Segeln die kostenfreie Passage für Bootssportler auf dem Ems-Jade-Kanal, indem er
die Nutzungspauschale in Höhe von 11.000 Euro p.a. bei 40 Vereinen, sieben Kommunen und drei Dachverbänden des Wassersports einzieht und der Landeskasse überweist. Mehr als 5000 Bootsbesitzer nutzen alljährlich die
72 Kilometer lange, touristisch reizvolle Wasserstraße zwischen Emden und Wilhelmshaven, die Reichskanzler Otto von Bismarck bei der Eröffnung 1888 als „elende Kuhrinne“ bezeichnet hatte.
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